Samstag, 27. August 2016

Tag 1 SAILING Champions League in St. Petersburg

SAILING Champions League beendet erfolgreichen ersten Tag in St. Petersburg.

St. Petersburg - Es war ein erfolgreicher erster Tag der SAILING Champions League in St. Petersburg (Act 1, 26. bis 28. August). 23 Clubs aus 12 Ländern lieferten sich bei guten Bedingungen heiße aber faire Rennen. Veranstalter und Teilnehmer zeigten sich zufrieden. Aktuell führt der Norddeutsche Regatta Verein, vor dem Berliner Yacht-Club und dem Regattaclub Bodensee (Schweiz). Morgen geht es um 10:00 (09:00 Deutscher Zeit) mit der ersten Wettfahrt des Tages weiter.

Zum dritten Mal in der Geschichte des Segelsports, findet die SAILING Champions League statt. Alle sind heiß auf den neuen internationalen Vereinswettbewerbs und sind an diesem Wochenende nach St. Petersburg gekommen (Act 1). Am heutigen ersten Wettfahrttag herrschten gute Segelbedingungen, 14 Wettfahrten konnten absolviert werden. Es führt der Norddeutsche Regatta Verein mit vier Rennsiegen in Folge.

„Wir hatten ein bisschen Glück, die ersten vier Rennen alle zu gewinnen. Im fünften Rennen haben wir den Wind falsch interpretiert, aber zum Glück stehen wir am Endes des ersten Tagses trotzdem an der Tabellenspitze. Wir freuen uns natürlich sehr", so Tobias Schadewaldt, Steuermann vom Norddeutschen Regatta Verein.

Noch bis Sonntag kämpfen die 23 Clubs beim St. Petersburg Yacht Club um einen der 14 Startplätze für das große Finale im September in Porto Cervo. Auf Sardinien geht es dann um die begehrte Silberschale von Robbe & Berking und den Titel des besten Segelclub Europas.

Heute geht es um 10:00 (09:00 Deutscher Zeit) weiter. Alle Wettfahrten inkl. der Ergebnisse können online verfolgt werden: https://scl2016.sapsailing.com. SAP und SailTracks bieten als Technologie-Partner der SAILING Champions League die notwendigen Voraussetzungen für eine professionelle Live-Übertragung. Am Samstag und Sonntag startet die Live-Berichterstattung um 12:00 (11:00 Deutscher Zeit). Bericht: Julia Egge. Zwischenergebnis >

Mittwoch, 24. August 2016

Schweizer Tradition als Garant für Spaß auf dem Wasser

Symbiose: Schweizer Tradition und Innovation auf der Interboot.

Friedrichshafen - Für das nautische Gewerbe in der Schweiz ist die Interboot die Hausmesse. „Direkt vor dem Schweizer Ufer im Dreiländereck des Bodensees, schafft es keine andere Messe in Europa, die Schweizer Bootsbauer, Importeure und Serviceleistungen rund um den Bootssport so umfangreich in Szene zu setzen“, betont David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer- Verbandes. Das wird auch vom 17. bis 25. September wieder so sein, wenn von den 500 Ausstellern rund 60 aus der Schweiz kommen. Traditionell bilden die Schweizer in Halle A4 einen Schwerpunkt auf der Interboot und sind die besucherstärkste ausländische Nation.

Als Schweizer „Urgestein“ wird auch die Brunnert-Grimm AG in diesem Jahr wieder dabei sein. „Wir sind der Interboot bereits seit 1951 treu – und das aus gutem Grund!“ stellt Geschäftsführer Peter Grimm klar. „Keine andere Messe bietet uns einen derart idealen zeitlichen Rahmen. Interessierte Bootskäufer haben noch das ‚Summer- Feeling‘ der ausklingenden Saison im Gedächtnis und können sich sicher sein, dass ihr neu bestelltes Boot aus unserem Hause rechtzeitig für die nächste Saison am Steg liegt.“ Das mag sich lapidar anhören, erläutert der Werftchef, sei aber ein wichtiger verkaufsstrategischer Aspekt, zumal es sich beim Interboot-Publikum eben nicht ausschließlich um die berüchtigten Seh-Leute handle, sondern um solche, die bald mit eigenem Boot über die Seen fahren wollen. „Die Interboot ist für uns eindeutig das wichtigste Ereignis des Jahres“, unterstreicht Grimm. Die Brunnert Grimm AG wird als Importeur der US-amerikanischen Cobalt-Motorboote und der finnischen Marke Grandezza acht Boote auf der Interboot ausstellen. Darunter bietet der „Grandezza- Händler des Jahres 2016“ exklusiv zwei Weltpremieren: Die Grandezza 25 und 28. Über Einzelheiten wollte sich Peter Grimm im Vorfeld noch nicht auslassen.

Dass Schweizer Bootsbauer trotz einer gewissen traditionellen Verbundenheit immer wieder für Überraschungen gut sind, beweist die Edel-Motorbootmarke Boesch. „Bei unseren klassischen Produkten kann es nicht jedes Jahr eine Neuheit geben“, erklärt Managing Director Markus Boesch, „wir haben unsere Bootstypen normalerweise 15 bis 20 Jahre in Produktion.“ Doch dieses Jahr könne man mit einem exquisiten Kleinod im durchaus doppelten Wortsinne aufwarten. „Wir haben zur Feier der zweiten Auflage der von IWC Schaffhausen gefertigten ‚Boesch-Uhr‘ ein Boot im Look der Uhr gebaut. Dieses Schmuckstück wird auf der Interboot zu sehen sein und exklusiv mit der Uhr angeboten.“

Einen Trend zu größeren Motorbooten in der Schweiz hat in den letzten Jahren die Herzog Marinecenter AG ausgemacht. „30 bis 50 Fuß-Motorboote sind ein Segment, in dem wir richtig stark sind“, sagt Geschäftsführer Leander Herzog und macht deutlich, dass er auch in Zukunft genau diesen Markt im Fokus behalten möchte. Als exklusiver Schweizer Importeur der Marken Galeon, Sealine und Crownline will Herzog hohe Aufmerksamkeitswerte unter den Motorboot-Liebhabern erzielen. Publikumsmagnet dürfte der Premieren-Auftritt der Galeon 35 HTS werden.

Dass für die Schweizer Segelgemeinde die Zukunft längst begonnen hat, beweist Michi Aeppli mit seiner futuristisch anmutenden Quant 23, die als neuestes Serienboot aus dem Hause Quant-Boats vorgestellt wird. Die „fliegende Flunder“ gilt als das derzeit ausgereifteste Foil-Boot mit Ballastkiel. Es lässt sich in allen „Flugphasen“ – wenn also das Boot auf den seitlich ausfahrbaren DSS-Foils und dem Flügelschwert abhebt – stabil und sicher steuern. Die Quant 23 ist nicht nur ein Eyecatcher für alle, die exotischen Bootsbau lieben und zu schätzen wissen, sondern auch ein technischer Leckerbissen: Die Kombination aus seitlich aktivem DSS (Dynamic Stability System) und Auftrieb gebendem Foilerschwert ist weltweit einmalig. Und gilt in der „wilden“ Foiler-Szene als System mit den besten Chancen für die Zukunft.

Vor allem der Interboot-Donnerstag wird mit speziellen Aktionen, Events und Testmöglichkeiten ganz im Zeichen der Schweiz stehen – alle eidgenössischen Besucherinnen erhalten freien Eintritt. David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, sieht die Vorteile der Interboot für „seine“ Branche gerade in solchen, jährlich wiederkehrenden Erlebnis-Aktionen. „Das Besucherinteresse wird konsequent gefördert“, ist sich Clavadetscher sicher, „was wiederum die Interboot so einzigartig unter allen Messen macht und die Schweizer Aussteller Jahr für Jahr in stabiler Anzahl nach Friedrichshafen ziehen lässt.“

Die Interboot ist von Samstag, 17. bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West n der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Am ersten Wochenende findet parallel die Tauchmesse Interdive statt, die ausschließlich über den Eingang Ost zu erreichen ist. Zwischen Eingang Ost und West ist ein Shuttle-Bus-Verkehr eingerichtet, Shuttles verkehren auch zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Montag, 22. August 2016

WYC-Team in Berlin auf Rang vier

Yannick Hafner steuert das WYC-Team in Berlin auf Rang vier.

Wenig Wind kennzeichnete den vierten „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga 2016 vom 19. bis 21. August auf dem Wannsee in Berlin. Nach sieben Wettfahrten und einem Final-Lauf kam das Team des Württembergischen Yacht-Clubs auf Rang vier. Steuermann Yannick Hafner, Dennis und Kevin Mehlig sowie Christian Severens kamen mit den Leichtwindbedingungen gut zurecht. 18 Vereine waren wie immer am Start, gesegelt wurde auf Booten vom Typ J70. Der WYC verbesserte sich nach vier von insgesamt sechs Events (zuvor Starnberg, Konstanz und Travemünde) in der Tabelle nun um vier Plätze auf Rang sechs.

Der Spieltag in Berlin war eine Spielwiese für die Clubs von den Binnenrevieren. Insbesondere bayerische Vereine dominierten: Den Sieg holte sich der amtierende Meister, der DTYC aus Tutzing am Starnberger See, vor dem Lindauer Segler-Club (mit Veit und Teresa Hemmeter, Fabian Gielen und Martin Hostenkamp). Rang drei, mit nur zwei Drittelpunkten Vorsprung vor dem WYC, ging an den Bayerischen YC aus Starnberg.

Schon im allerersten Rennen am Freitag gelang der WYC-Crew ein Sieg. Bis zum Sonntagmorgen hatten sie gerade einmal sechs Rennen gesegelt, zwei Drittel der Vereine auch ein siebtes. „Das war am Sonntag eher Topfschlagen“, kommentierte Christian Severens. Fünf Stunden Warten auf Wind wurden durch ein Gewitter unterbrochen, dann war die Qualifikationsphase aus Zeitgründen abgeschlossen.

Der WYC ging als Zweitplatzierter ins Finalrennen der besten sechs Teams. Drei Minuten vor dem Zeitlimit wurde dieses bei rund einer Windstärke gestartet. Das WYC-Team verpatzte den Start. „Es hatte fast keinen Wind und wir wurden beim Start abgeklemmt“, schildert Severens. Alle anderen segelten nach links und waren voraus. So blieb nur die rechte Seite für die Startkreuz frei – brachte dort aber nicht den erhofften Erfolg. Nach der zweiten Kreuz hatte das WYC-Team schon erheblichen Abstand. Auf dem Vorwindkurs ins Ziel gab die Crew nicht auf – und rauschte mit frischen Wind zu den Konkurrenten: Auf den letzten zehn Metern konnte noch das Team der Gastgeber vom Verein Seglerhaus am Wannsee abgefangen werden. „Das war nichts für schwache Nerven“, so Severens.

Platz fünf im Finalrennen war dennoch zunächst eine große Enttäuschung, weil damit der zweite Rang insgesamt verloren gegangen war. Mit Platz vier im Endergebnis in Berlin wurde auch das Podium verpasst. „Doch so langsam können wir uns über den vierten Platz freuen“, berichtete Severens auf der Heimfahrt im vom Autohaus Müller in Friedrichshafen zur Verfügung gestellten Mercedes-Bus vom Stimmungsumschwung.

In der Bundesliga-Tabelle macht der WYC mit dem Berliner Ergebnis einen Sprung nach vorne: Von Rang zehn rückt der WYC auf Rang sechs vor. Zwei Spieltage stehen in der 1. Liga noch aus: Kiel und Hamburg. Der fünfte Event der Liga-Saison 2016 wird vom 16. bis 18. September in Kiel ausgesegelt. Bericht: Max Rieger, WYC.

4. Spieltag der 1. Segel-Bundesliga 2016, Berlin, Wannsee
1. DTYC Tutzing, 18,33 Punkte
2. Lindauer Segler-Club (mit Veit und Teresa Hemmeter, Fabian Gielen und Martin Hostenkamp), 20 P.
3. Bayerischer YC, 23 P.
4. Württembergischer YC (Yannick Hafner, Christian Severens, Dennis und Kevin Mehlig). 23,67 P.
5. WSV Hemelingen (Bremen), 25 P.
6. VSaW Berlin, 27 P.
...
17. SMC Überlingen, 34 P.

1. Segel-Bundesliga 2016, Tabelle nach 4 von 6 Events
1. DTYC Tutzing, 10 Punkte
2. Lindauer Segler-Club, 11 P.
3. Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW, Berlin), 15 Punkte
4. Chiemsee YC, 24 P.
5. Bayerischer YC, 30 P.
6. Württembergischer YC, 34 P.
...
10. SMC Überlingen, 40 P.
Erfolgreiches WYC-Team: Dennis Mehlig, Christian Severens, Yannick Hafner und Kevin Mehlig (v.l.) segelten beim Bundesliga-Event in Berlin auf Rang vier. Foto: WYC
Auf Rang vier segelte das WYC-Team (von links Yannick Hafner, Kevin Mehlig, Christian Severens und Dennis Mehlig) beim Bundesliga-Event in Berlin und verbesserte sich damit in der Tabelle auf den sechsten Platz. Foto: Lars Wehrmann/DSBL
Auf Rang vier segelte das WYC-Team (Yannick Hafner, Christian Severens, Dennis und Kevin Mehlig) beim Bundesliga-Event in Berlin und verbesserte sich damit in der Tabelle auf den sechsten Platz. Foto: Lars Wehrmann/DSBL

Grenzwertig und schön

Zwei höchst unterschiedliche Segeltage erlebten die Segler am Wochenende (20./21. August) im Konstanzer Trichter beim traditionellen Onkel Ernst- und Karle Gutmann-Pokal der Lacustre, 75 Quadratmeter Nationale Kreuzer und 6 mR-Klasse beim Konstanzer Yacht Club.
Lacustre: Günter Reisacher, Foto © Dölling
Am Samstag war Wind angekündigt, der kam im Vorfeld einer Front für etwa 15 Minuten, danach flaute es gewaltig ab - und der Wind drehte immer mehr und wies immer größere Löcher auf. „Ich weiß, die beiden Wettfahrten am Samstag waren ziemlich grenzwertig,“ sagte Wettfahrtleiter Martin Fuchs vom Konstanzer Yacht Club. „Aber ich kann nur mit dem fahren, was ich habe - und mehr war nicht. Dafür wurde es aber am Sonntag ziemlich schön.“

Da blies der Wind auf der Rückseite der Front mit anfangs zwei bis drei Beaufort, um dann in der vierten und fünften Wettfahrt auf bis zu fünf Windstärken zuzulegen.

Eine durchgängig konstante Leistung zeigte bei den zwölf gemeldeten Lacustre Günter Reisacher mit der „cerf volant“ vom Segler Verein Staad, der sowohl bei wenig - als auch bei viel Wind vorne fuhr. Zweiter wurde Hans Bodmer mit der „con brio“ von der Segler-Vereinigung Bottighofen und Ulrich Volz mit der „Stradivari“ vom Konstanzer Yacht Club.

Bei den fünf 75 Quadratmeter Nationale Kreuzer gewann Richard Volz mit der „Passat“ vor Franz Bachmann auf der „Artis“ und Amelie Schmutz, die den „Petrus“ mit einer reinen Frauenmannschaft fuhr.

Und in der Klasse der 6 mR-Yachten siegte Norbert Stadler vom St. Gallischen Yachtclub Rorschach vor Thedi Schmid vom Yacht-Club Romanshorn und Christian Rau vom Konstanzer Yacht Club.

Bericht: Stephan Frank Presse Lacustre-Vereinigung Bodensee.

Ergebnisse: Lacustre > / 75 er / 6 mR >

Sonntag, 21. August 2016

Deutscher Touring Yacht-Club mit Tabellenführung

Der Deutsche Touring Yacht-Club gewinnt den vierten Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga in Berlin und übernimmt damit die Tabellenführung in der 1. Liga. Der Lindauer Segler Club liegt mit nur einem Punkt Abstand zum Führenden aus Tutzing aktuell auf Platz zwei. Der Verein Seglerhaus am Wannsee folgt auf Platz drei.

Der vierte Spieltag in Berlin verlangte den Seglerinnen und Seglern Einiges ab. Schwierige Bedingungen mit wenig Wind und langen Wartepausen zehrten an den Nerven. Der amtierende Deutsche Meister aus Tutzing, der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC) konnte sich am Besten an die Bedingungen des Wannsees anpassen und sicherte sich dank konstanter Leistungen und starken Nerven Platz eins in der Hauptstadt. Die Crew um Julian Stückl übernimmt damit die Führung in der Gesamttabelle der 1. Segel-Bundesliga.

„Wir hatten hier in Berlin mit sehr schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Wir hatten viel Glück und sind sehr froh, dass wir hier gewonnen haben. Wenn man Meister werden will, muss man mit allen Bedingungen zu Recht kommen. Wir freuen uns sehr“, so Julian Stückl, Steuermann des DTYC. Sebastian Bühler, Jonas Vogt und Luis Tarabochia vervollständigten die Crew aus dem Süden. Der Lindauer Segler Club und der Bayerischer Yacht-Club belegen nach insgesamt 21 Wettfahrten auf dem Wannsee Platz zwei und drei.

In der 2. Segel-Bundesliga dominieren die Norddeutschen Clubs. Es siegt Hamburg vor Bremen und Hamburg: Der Mühlenberger Segel-Club gewinnt knapp vor der Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen" und dem Blankeneser Segel Club. Auch hier setzten sich diejenigen Clubs durch, die sich am optimalsten an die Gesamtsituation anpassen konnten. Bericht: Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga.

Leaderboard_ 1. Liga > / 2. Liga >
Deutscher Touring Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann
Bayerischer Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann
Lindauer Segler Club © DSBL/Lars Wehrmann

Mittwoch, 17. August 2016

Entscheidung auf dem Wannsee

Vierter Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga in Berlin. Drei Vereine kämpfen punktgleich um die Tabellenspitze.

Die Spannung bei der Deutschen Segel-Bundesliga 2016 geht in die nächste Runde. An diesem Wochenende (19. bis 21. August) treffen die 36 Erst- und Zweitligisten in Berlin aufeinander, packende Wettfahrten sind vorprogrammiert. In der 1. Liga behaupten gleich drei Clubs die Tabellenspitze für sich: Der Deutsche Touring Yacht-Club, der Lindauer Segler Club sowie der Lokalmatador aus Berlin, der Verein Seglerhaus am Wannsee, belegen punktgleich die ersten drei Ränge. Wer kann sich in Berlin durchsetzen? Diese und andere spannende Entscheidungen gibt es ab Freitag auf dem Wannsee zu sehen.

Das Buhlen um Tabellenplatz eins der 1. Segel-Bundesliga hat längst begonnen. Mehr denn je zählt für die Clubs jede Platzierung, denn es ist knapp wie nie: In der 1. Liga stehen gleich drei Clubs punktgleich an der Spitze: Der amtierende Deutsche Meister aus Tutzing, die Aufsteiger aus Lindau sowie die Lokalmatador aus Berlin, der Verein Seglerhaus am Wannsee. Dieser schickt erneut ein starkes Team. Am Steuer ist Malte Kamrath mit Liga-erfahrener Crew bestehend aus Ulrike Schümann, Jens Steinborn und Julian Bergemann. Das Team zeigt sich zuversichtlich und „ist bereit“.

Können die Berliner Zuhause einen kühlen Kopf bewahren und sich an ihren Kontrahenten vorbeischieben? Wir werden es erleben. Der Startschuss zur ersten Wettfahrt fällt Freitagmittag um 11.00 Uhr vor dem VSaW. Alle weiteren Infos finden Sie auf http://segelbundesliga.de/1-2-bundesliga-berlin/. Ausrichtende Clubs des vierten Spieltages sind der Verein Seglerhaus am Wannsee und der Potsdamer Yacht Club.

Thurgauer Segler holen EM-Bronze

Auf dem Vierwaldstättersee vor Brunnen wurden die Europameisterschaften der 6mR-Yachten ausgetragen. Gold holte sich das Schweizer Boot «Junior» vor der US-Yacht «Sting» und dem Ostschweizer Boot «Courage», auf dem drei Thurgauer waren (berichtete die Thurgauer Zeitung am 10. August 2016).
Die Segler trugen die Europameisterschaften bei besten Wind- und Wetterverhältnissen beim RVB aus.
(Foto: © pd/TZ)
Insgesamt 31 Boote aus acht Nationen waren an der Europameisterschaft der 6mR-Yachten auf dem Vierwaldstättersee vor Brunnen am Start. Das grösste Teilnehmerfeld stellte die Schweiz mit elf Booten, gefolgt von den USA und Grossbritannien mit je drei. Die Ostschweiz war mit vier Booten vertreten.

Die 6mR ist eines der bekanntesten und typischsten klassischen Regattaboote, welches als Konstruktionsklasse auf eine über 100 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Das älteste an der EM teilnehmende Boot wurde 1921 gebaut. Um faire Bedingungen zu schaffen, wurde in zwei Kategorien gesegelt: «Classic» (Baujahr vor 1965) und «Moderns». Alle acht ausgeschriebenen Wettfahrten wurden auf dem Urnersee bei idealen Segelbedingungen mit Thermikwinden zwischen 3 und 5 Beaufort ausgetragen. Das Ostschweizer Team «Courage» mit Skipper Norbert Stadler (St. Gallischer YC Rorschach) und Mannschaft Christoph Schumacher (YC Arbon), Ralph Müntener (YC Romanshorn) und Taktiker Daniel Schroff (SV Kreuzlingen) erreichte bei den «Moderns» den hervorragenden dritten Platz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang ihnen eine tolle Aufholjagd, unter anderem mit einem Laufsieg in der vierten Wettfahrt.

Überragender Sieger wurde mit grossem Abstand die Schweizer Mannschaft mit Skipper Jean-Marc Monnard vom Genfersee auf ihrem Boot «Junior», gefolgt von «Sting» aus den USA mit Russ Silvestri am Ruder. Sieger in der Kategorie «Classics» wurde die Yacht «Lianoria» aus den Vereinigten Staaten. Das beste Schweizer Boot in dieser Kategorie war «Astree» mit Philipp Dürr aus Versoix. Quelle: Thurgauer Zeitung
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